Photovoltaik Carports
Ein Photovoltaik-Carport (kurz: Solar-Carport) ist eine innovative Doppellösung für Hausbesitzer und Unternehmen: Er dient als schützender Unterstand für Fahrzeuge und fungiert gleichzeitig als leistungsstarkes Mini-Kraftwerk. Im Gegensatz zu herkömmlichen Carports nutzt diese Konstruktion die Dachfläche aktiv zur Gewinnung grüner Energie.

Ein Solar-Carport besteht im Wesentlichen aus einer stabilen Tragkonstruktion, auf der Photovoltaik-Module installiert sind. Die Funktionsweise gleicht einer klassischen Dachanlage:
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Energieerzeugung: Die Solarzellen wandeln Sonnenlicht in Gleichstrom um.
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Umwandlung: Ein Wechselrichter (oder Micro-Inverter) wandelt diesen in Wechselstrom um, der im Haushalt genutzt, in einer Batterie gespeichert oder ins öffentliche Netz eingespeist werden kann.
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Direktnutzung: Besonders effizient ist die Kombination mit einer Wallbox, um ein Elektroauto direkt mit dem selbsterzeugten Strom zu laden.
Oft kommen Glas-Glas-Module zum Einsatz. Diese sind besonders robust und teilweise lichtdurchlässig, was für eine angenehme Helligkeit unter dem Carport sorgt.
Moderne Systeme nutzen oft Micro-Inverter pro Modul. Dies hat den Vorteil, dass bei Teilverschattung (z. B. durch einen Baum) nur ein Modul weniger Leistung bringt, während der Rest des Daches weiterhin voll produziert. Über Apps lässt sich die Stromproduktion in Echtzeit überwachen.

Die Vorteile auf einen Blick
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Doppelnutzen: Schutz des Fahrzeugs vor Witterung (Hagel, Schnee, UV-Strahlung) bei gleichzeitiger Stromproduktion.
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Optimale Flächennutzung: Ideal für Grundstücke, deren Hausdach ungeeignet ist (z. B. durch Verschattung, falsche Ausrichtung oder statische Einschränkungen).
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Kosteneinsparung: Senkung der Stromkosten durch Eigenverbrauch. Dank steigender Energiepreise amortisiert sich die Investition über die Jahre von selbst.
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Wertsteigerung: Eine moderne Solar-Infrastruktur steigert den Wiederverkaufswert einer Immobilie erheblich.
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Nachhaltigkeit: Aktiver Beitrag zur Energiewende und Reduzierung des CO2-Fußabdrucks.
Technische Daten
PV-Anlage & Leistungswerte
Die Leistung wird in Kilowatt-Peak (kWp) angegeben und bestimmt, wie viel Strom das Carport unter optimalen Bedingungen erzeugen kann.
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Leistung pro Stellplatz: ca. 3,0 bis 4,5 kWp
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Leistung Doppel-Carport: ca. 5,0 bis 8,5 kWp
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Modultyp: Meistens monokristalline Halbzellenmodule. Häufig werden auch bifaziale (zweiseitige) Module oder Glas-Glas-Module genutzt. Letztere lassen oft etwas Tageslicht durch (Semi-Transparenz von ca. 10–20 %), was die Optik unter dem Carport aufhellt.
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Jahresertrag (Richtwert in Österreich): ca. 900 bis 1.100 kWh Strom pro installiertem kWp und Jahr. Ein Doppel-Carport erzeugt somit etwa 5.000 bis 8.500 kWh jährlich.
Statik und Belastbarkeit
Da ein Carport Wind und Wetter schutzlos ausgeliefert ist, sind die statischen Daten regional anzupassen:
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Schneelastzone: Die Konstruktion muss je nach Region (Flachland vs. Alpenrand) Schneelasten von meist 1,5 bis über 3,5 kN/m² standhalten.
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Windlastzone: Auslegung meist für die Windzonen 1–3 (in Küstenregionen Zone 4 erforderlich).
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Dichtigkeit: Hochwertige PV-Carports nutzen spezielle Profilsysteme mit Gummidichtungen zwischen den Modulen, damit das Dach komplett regendicht ist.
Typische Abmessungen (Richtwerte)
Parameter Einzel-Carport Doppel-Carport
Breite ca. 3 - 4 m ca. 5.5 -6 m
Länge/Tiefe ca. 5 - 7 m ca. 5 - 7 m
Durchfahrtshöhe. ca. 2.1 - 2.5 m ca. 2.1 - 2.5 m
Gesamthöhe ca. 2.4 - 2.9 m ca. 2.4 - 3 m
Pfostenstärke 11 x 11 cm/ 12 x 12 cm 11 x 11 cm / 15 x 15 cm
Elektrotechnik & Komponenten
Damit der Strom genutzt werden kann, braucht es die passende Infrastruktur:
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Wechselrichter (Inverter): Wandelt den Gleichstrom (DC) der Module in Wechselstrom (AC) für das Hausnetz um. Oft werden Hybrid-Wechselrichter verbaut, falls später ein Speicher dazukommt.
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Wallbox-Integration: PV-Carports sind ideal für die Integration von Ladestationen (11 kW oder 22 kW). Viele Systeme bieten heute intelligentes Überschussladen an (das Auto lädt nur, wenn die Sonne scheint).
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Stromspeicher (optional): Typische Heimspeicher-Größen bewegen sich zwischen 5 kWh und 15 kWh, um den tagsüber erzeugten Strom abends ins Auto oder Haus einzuspeisen.
Entwässerung und Zubehör
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Dachrinne: Meist unsichtbar in den Quer- oder Längsträger (Kopfträger) integriert.
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Regenfallrohr: Oft im Inneren eines der Aluminium-Pfosten versteckt, sodass das Wasser sauber nach unten abgeleitet wird (entweder ins Erdreich oder an ein Entwässerungssystem angeschlossen).
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Fundamentierung: Erfordert in der Regel Punktfundamente (oft ca. 40 x 40 cm breit und 80 cm tief wegen der Frostgrenze) oder die Montage auf einer bestehenden Betonbodenplatte mittels Schwerlastankern.













