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Holz Carports

Ein Carport aus Holz ist weit mehr als nur ein Unterstellplatz. Er vereint Ästhetik, Nachhaltigkeit und Funktionalität. Im Gegensatz zu geschlossenen Garagen bietet er eine optimale Luftzirkulation, die Feuchtigkeit schnell abtransportiert und so Ihr Auto effektiv vor Korrosion schützt.

Ein Holz-Carport ist ständig der Witterung ausgesetzt: UV-Strahlung, Regen, Frost und Schädlinge setzen dem Material zu. Damit Ihr Carport nicht nur stabil bleibt, sondern auch nach Jahren noch gut aussieht, ist der richtige Anstrich entscheidend.
 

Warum ist der Anstrich so wichtig?

Holz ist ein organischer Baustoff, der „arbeitet“. Ohne Schutz führt Feuchtigkeit zu Fäulnis und Schimmel, während die Sonne das Lignin im Holz abbaut, was zur typischen Vergrauung und Rissbildung führt.

Ein hochwertiger Anstrich fungiert als Schutzschild gegen:

  • Feuchtigkeit: Verhindert das Aufquellen und die Ansiedlung von Pilzen.

  • UV-Licht: Bewahrt die natürliche Farbe und Struktur.

  • Schädlinge: Spezielle Grundierungen schützen vor Bläuepilzen und Insektenfraß.

Je nachdem, welches optische Ergebnis Sie wünschen und wie viel Wartungsaufwand Sie einplanen, stehen drei Optionen zur Verfügung:

 

1. Holzlasur (Der Klassiker)

Lasuren sind teiltransparent, sodass die Maserung des Holzes sichtbar bleibt.

  • Dünnschichtlasur: Dringt tief ein und blättert nicht ab. Ideal für nicht maßhaltige Bauteile (wie Zäune oder einfache Carports).

  • Dickschichtlasur: Bildet einen filmartigen Schutz (ähnlich wie Lack). Sieht edel aus, kann aber bei starker Verwitterung abplatzen.
     

2. Wetterschutzfarbe / Lack

Wenn Sie eine deckende Farbe (z. B. Anthrazit oder Weiß) bevorzugen, ist dies die richtige Wahl.

  • Vorteil: Höchster UV-Schutz und extrem langlebig.

  • Nachteil: Die Holzstruktur verschwindet komplett; bei einer Erneuerung muss oft geschliffen werden.
     

3. Holzöl

Öle ziehen tief ein und betonen die Natürlichkeit.

  • Eignung: Vor allem für Harthölzer (z. B. Douglasie oder Lärche).

  • Nachteil: Muss jährlich oder alle zwei Jahre aufgefrischt werden, da es keinen dauerhaften Oberflächenfilm bildet.

Sie sind interessiert an
einem Holz-Carport?

Holz Carport

Natürlich, Langlebig & Individuell

Holz ist der Klassiker im Außenbau, und das aus gutem Grund. Im Vergleich zu Stahl oder Beton bietet es einzigartige Vorzüge:​​

  • Ökologische Bilanz: Als nachwachsender Rohstoff bindet Holz CO² und ist bei nachhaltiger Forstwirtschaft die umweltfreundlichste Wahl.

  • Flexibilität: Anpassungen, Anbauten (wie ein Geräteschuppen) oder nachträgliche Bohrungen sind bei Holz deutlich einfacher umsetzbar als bei Metall.

  • Preisleistung: Hochwertige Holzkonstruktionen bieten oft ein besseres Verhältnis von Kosten zu Lebensdauer als einfache Aluminium-Bausätze.

Technische Daten

Holzarten & Materialqualität

  • BSH (Brettschichtholz / Leimholz): Das hochwertigste Material. Es besteht aus verleimten Holzschichten, ist extrem formstabil, neigt kaum zu Rissen und verdreht sich nicht. Ideal für große Spannweiten (besonders bei Doppelcarports).

  • KVH (Konstruktionsvollholz): Technisch getrocknetes, hölzernes Vollmaterial. Es ist maßhaltiger als normales Bauholz, kann aber im Außenbereich leichte Risse bilden.

  • KDI (Kesseldruckimprägniertes Nadelholz): Meist Kiefer oder Fichte. Durch die chemische Imprägnierung ist es direkt gegen Pilze und Insekten geschützt und sehr preiswert, neigt aber stark zu Rissen und Verzug.

  • Douglasie / Lärche: Haben einen hohen eigenen Harzanteil und sind von Natur aus witterungsbeständig (auch ohne chemischen Schutz). Sie vergrauen mit der Zeit edel, wenn sie nicht lasiert werden.

Statik, Konstruktion & Lasten

  • Pfostenstärke: Standardmäßig 9x9 cm oder 11,5x11,5 cm bei leichten Einzelcarports. Bei schweren Dächern oder Doppelcarports sind 12x12 cm bis 14x14 cm üblich.

  • Schneelastzone: Die Standard-Traglast liegt meist bei 0,75 bis 1,25 kN/m² (ca. 75–125 kg pro Quadratmeter). In alpinen Regionen oder schneereichen Mittelgebirgen muss die Konstruktion oft auf 2,5 kN/m² oder mehr verstärkt werden.

  • Aussteifung: Das Carport wird durch sogenannte Kopfbänder (schräge Holzstreben zwischen Pfosten und Pfette) gegen Windkräfte stabilisiert.

Typische Abmessungen (Richtwerte)

Parameter                  Einzel-Carport                 Doppel-Carport

Breite                                ca. 3 - 4 m                     ca. 5.5 -6 m

Länge/Tiefe                    ca. 5 - 7 m                      ca. 5 - 9 m

Durchfahrtshöhe.       ca. 2.1 - 2.4 m                  ca. 2.1 - 2.5 m

Gesamthöhe               ca. 2.4 - 2.9 m                  ca. 2.4 - 3 m

​Pfostenstärke           9 x 9 cm - 12 x 12 cm       12 x 12 cm - 14 x 14 cm

Dachformen und Dacheindeckung

Die Dachart beeinflusst das Gewicht und damit die benötigte Holzdimensionierung:

  • Flachdach / Pultdach: Braucht ein Mindestgefälle von ca. 1 % bis 2 %, damit Wasser ablaufen kann.

    • Eindeckung: PVC- oder Polycarbonat-Wellplatten (Lichtplatten), Trapezblech (Alu/Stahl) oder EPDM-Dachfolie / Bitumenbahnen auf einer Holzschalung.

  • Satteldach / Walmdach: Bietet eine klassische Optik und hohe Stabilität.

    • Eindeckung: Dachziegel oder Dachpfannen (erfordert wegen des hohen Eigengewichts eine massive Unterkonstruktion).

Fundament & Verankerung

Ein Carport darf niemals direkt auf dem Boden stehen (Verrottungsgefahr).

  • Verankerung: Verwendung von H-Pfostenankern aus feuerverzinktem Stahl.

  • Fundamentart: In der Regel Punktfundamente für jeden einzelnen Pfosten mit einer Tiefe von mindestens 80 cm (frostsichere Tiefe).

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